Daheim in Steinhaus

Liebe Steinhauserinnen,

liebe Steinhauser!

 

Das Corona Virus Covid19 hat die Welt voll im Griff. Ein Virus, das die Welt komplett verändert und die gesamte Wirtschaft fast lahmgelegt hat. Es gibt verschiedene Herangehensweisen, die von Verharmlosung des Virus über die Erreichung der „Herdenimmunität“ oder über Beschränkungen des gewohnten Lebens reichen. Unsere Regierung hat sich für die Beschränkungen entschieden und damit die exponentielle Ausbreitung des Virus verhindert sowie die Gesundheitsversorgung gesichert. Aktuell haben wir im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa einen sehr niedrigen Stand an neu infizierten Personen sowie an bisher durch den Virus verstorbenen Menschen.

Aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und Zustände wie in machen europäischen, amerikanischen oder asiatischen Ländern zu verhindern. Im ersten Schritt ist es uns gelungen, aber das Virus ist noch lange nicht besiegt. Etliche Forscher suchen fieberhaft nach einem Medikament und langfristig nach einer Impfung, um das Virus auszurotten und wieder zu einer weltweiten „Normalität“ zurückzukehren.

 

Ich danke allen BürgerInnen unserer Gemeinde, für das große Verständnis und die Einhaltung der gesetzten aktuellen Maßnahmen und Einschränkungen. Gleichzeitig müssen große Teile der Wirtschaft wieder hochfahren, um unsere Arbeitsplätze sicherzustellen und unseren Lebensstandard beizubehalten, aber dies muss unter Berücksichtigung der Kapazitäten des Gesundheitssystems geschehen. Es liegt jetzt an jedem von uns, schauen wir auf die notwendige Distanz und die Einhaltung der Maßnahmen um ein weiteres "Runterfahren" der Wirtschaft zu verhindern.
Der Dank gilt auch allen Menschen, die sich aktuell für die Versorgung unsere BürgerInnen einsetzten. Gerade jetzt erlangt die Regionalität wieder an Bedeutung und zeigt auch wie wichtig diese ist. Insbesondere können wir unsere Landwirtschaft unterstützen, die im weltweiten Vergleich höchste Qualität produzieren. Kaufen wir Produkte aus heimischer Landwirtschaft.

 

Um wieder etwas Normalität zu erreichen, ist vor allem jetzt die Regionalität besonders wichtig. Nützen wir den Zeitpunkt und unterstützen gerade jetzt unsere heimischen Betriebe. Kaufen wir regional, unterstützen wir unseren heimischen Tourismus sowie unsere Gastronomie.

Neben der Wirtschaft sind auch sämtliche Veranstaltungen in unserer Gemeinde momentan im Shutdown. Das sind die vielen Aktivitäten, die unsere Vereine anbieten, die im Moment zur Gänze gestoppt sind. Der Bereich, der das Miteinander unseres Ortes sehr stark prägt, ist zur Zeit auf „Eis gelegt“.
Das gesellschaftliche Leben in Steinhaus ist aktuell nicht vorhanden. Da die Vereine für ihr finanzielles Überleben auf Veranstaltungen angewiesen sind, muss es aus meiner Sicht auch hier eine Unterstützung geben.

Ebenso sind die sozialen Kontakte auf ein Minimum reduziert und beschränken sich nur auf die Familien. Hier gilt ein großer Dank an die freiwilligen Helfer, die sich gerade um die ältere Generation kümmern. So haben sich über die Gruppe SteinhausOÖhilft bereits freiwillige Personen, aber auch die Landjungend Steinhaus gefunden, die ihre Hilfe anbieten. Es ist für mich beeindruckend, wie in dieser Krise der Zusammenhalt in den Vordergrund gerückt wird. Es ist für meine Generation sowie für die jüngere Generation die erste große Krise, die wir zu bewältigen haben. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das gemeinsam schaffen werden.

Natürlich gibt es neben „Corona“ noch weitere Themen. Die Verbesserung der Lebensqualität unseres Ortes ist wichtig. So setzen wir uns für die Evaluierung des öffentlichen Verkehrs in Steinhaus ein. Die Gemeinde Steinhaus ist in den letzten Jahren stark gewachsen und das öffentliche Angebot ist dabei nicht mitgezogen. Der öffentliche Verkehr muss aus unserer Sicht an das Wachstum der Gemeinde angepasst bzw. evaluiert werden. Dies wäre auch ein guter Beitrag zur Verbesserung des Klimaschutzes, auch wenn das zur Zeit durch „Corona“ in den Hintergrund getreten ist. Ebenso gehört, wie schon öfters gefordert, auch die Verkehrssicherheit für die Fußgänger verbessert.
Wir werden uns daher unter anderem für die Errichtung eines Gehweges in der Seestraße (Lückenschluss von Hubingerstraße zur Siedlung "Helling") einsetzen. Gerade jetzt, wo wir in unserer Bewegung eingeschränkt sind, ist dies ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.


Beste Grüße
Reinhard Reiter, Gemeindevorstand, ÖVP Obmann

 

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Reinhard Reiter, Gemeindevorstand, ÖVP Obmann